Donnerstag, 17. August 2017

US-Amerikanerin überlebte 4 Wochen alleine im Wald

US-Amerikanerin überlebte 4 Wochen alleine im Wald

Eine Motorradfahrerin entdeckte Lisa Theris (25) am Samstag am Rande eines Highway

Bullock County (US-Bundesstaat Alabama) – 28 Tage alleine in der Wildnis. Ohne Essensvorräte, ohne Wasser. Eigentlich unmöglich, das zu überleben – doch Lisa Theris (25) schaffte es trotzdem!

Die unglaubliche Geschichte der US-Amerikanerin begann mit einem Verbrechen …

Theris war mit zwei Männern unterwegs, die ein Jagdlager ausrauben wollten. Die junge Frau wollte dabei offenbar nicht mitmachen und floh. Die Männer wurden kurz nach der Tat gefasst. Theris aber, die sich in der Gegend nicht auskannte, verirrte sie sich im Wald.

Theris verlor über 20 Kilogramm Gewicht, hatte einige Kratzer und Insektenstiche – den Umständen entsprechend geht es ihr aber gut

Völlig auf sich alleine gestellt ernährte sie sich nur von Pilzen und Beeren. Wie genau, das ist für Sheriff Raymond Rodgers noch ein Rätsel.

Fakt ist: Am Samstag entdeckte eine Motorradfahrerin Theris am Straßenrand eines Highway.

Zwar habe sie „viele Kratzer“ so Rodgers laut dem US-Lokalsender „WSFA“, „es ist das Ende für das wir alle gebetet haben.“ Außerdem verlor sie über 20 Kilogramm.

Derzeit wird Theris noch im Krankenhaus untersucht, es gehe ihr aber den Umständen entsprechend gut. Auch ihre Familie ist inzwischen wieder bei ihr.

Samstag, 10. Juni 2017

Frau überlebt fünf Tage in der Wüste

Gefährlicher Navi-Weg
Frau überlebt fünf Tage in der Wüste

Mit nur leichten Blessuren ist eine junge Frau in den USA dem Tod entkommen. Eigentlich wollte sie nur einen Ausflug zu einem Wanderpfad am Grand Canyon machen. Doch weil sie ihrem Navigationsgerät vertraute, musste sie ums Überleben kämpfen.

Amber VanHecke, eine Studentin aus dem US-Bundesstaat Texas, hat fünf Tage in der Wüste des Grand Canyon überlebt. Die 24-Jährige wollte ursprünglich einen Roadtrip von Dallas zum Havasu Falls Trail, einem Wanderweg im benachbarten Arizona machen. Doch da kam sie nie an.

Ausgestattet mit einer Matratze im hinteren Teil ihres Ford-SUV und ein wenig Proviant fuhr sie am 10. März los. Auf Facebook erzählte sie kurz vor der Fahrt von ihrem Vorhaben und postete Bilder in ihrem umgebauten Auto. Den Weg ließ sie sich von einem Google-Navigationsgerät diktieren. Als sie nur noch Benzin für 112 Kilometer hatte, führte das Navi sie auf einmal auf einen Schotterweg.

Nach 65 Kilometern sollte sie eigentlich wieder auf eine asphaltierte Straße kommen. Dort wollte VanHecke dann auch tanken. Doch nach etwa 55 Kilometern zeigte ihr Navi an, sie solle nach links auf eine Straße abbiegen, die aber nicht zu erkennen war. Trotz Misstrauen bog sie ab. "Ich dachte, ich würde die Straße gleich erkennen. Dann wurde es dunkel. Plötzlich stand ich vor einem Zaun ohne Straßenschilder", erzählte sie nach ihrer Rettungsaktion auf Facebook.

Das Benzin ging aus

Nachdem ihr GPS und ihr Handysignal auch nicht mehr funktionierten, geriet die Studentin in Panik. "Mein Tank war leer und ich habe mich dann dazu entschieden, neben einem runden Silo zu parken um bis zum nächsten Morgen abzuwarten", erklärt VanHeck. Doch dann begann der Horror-Trip erst richtig.

Weil ihr Proviant zur Neige ging, ernährte sie sich die darauffolgenden fünf Tage nur von getrockneten Früchten und Nüssen. Mit Steinen legte sie ein drei Meter großes "SOS"-Zeichen auf den Boden um auf sich aufmerksam zu machen. Später dann noch ein neun Meter großes "HELP"-Zeichen. Ihren Wasservorrat teilte sich in Rationen auf. Der britischen Zeitung "Daily Mail" erzählte sie später, sie habe einmal, als die Sonne in den Mittagsstunden ohne Erbarmen auf ihr Auto knallte, auf ihrem Amaturenbrett "Ramen" Nudeln gekocht.

An einem Tag fuhr ein Lastwagen an ihr vorbei, doch der sah das hinter dem Silo stehende Auto und ihre Zeichen offenbar nicht. Sie bemerkte es zu spät und schaffte es nicht rechtzeitig auf die Straße zu rennen. Danach baute sie eine Barrikade um mögliche Autofahrer abzufangen und stellte sie auf die Straße.

Rettung in letzter Sekunde

Die Sonne brannte sich in ihre Haut, ihre Haut war schnell von Brandblasen übersät. Ihr Wasservorrat war fast aufgebraucht. Nach fünf Tagen entschied sie selbst aktiv zu werden und lief Richtung Osten um ein Handysignal zu empfangen.

Nach 17 gelaufenen Kilometern schaffte sie es den Notruf zu erreichen. Doch nach nur 47 Sekunden brach die Verbindung ab, ohne dass VanHeck ihre genauen Koordinaten durchgeben konnte. Die Rettung klappte trotzdem. Dank ihrer Zeichen konnte ein Hubschrauber sie tatsächlich finden.

Doch der misslungene Roadtrip wurde teuer: Per Crowd-Funding versucht die 24-Jährige gerade das Geld für den Helikopter-Einsatz wieder reinzubekommen. Ansonsten gehe es ihr gut. Mit rotem Gesicht und schmerzenden Füßen erzählte sie im Morgenmagazin des US-Senders "ABC" von ihrem lebensgefährlichen Abenteuer. Auf einem Foto, das einen Tag nach der Rettung aufgenommen wurde, konnte die Studentin schon wieder lächeln

Mann überlebt zweifachen Bärenangriff

Ein 50 Jahre alter Jäger wurde im US-Bundesstaat Montana offenbar von einem Grizzly angegriffen und überlebte. Er überstand sogar zwei Attacken kurz hintereinander des Bären. Todd Orr heißt der Mann, der seine Geschichte auf Facebook erzählte und Fotos und Videos von seinen schweren Verletzungen veröffentlichte.

Der Sheriff von Madison County bestätigte im „Bozeman Daily Chronicle“, dass Orr den Angriff, so wie er ihn auf Facebook schildert, bei der Polizei gemeldet hatte.

Demnach traf Orr auf seiner Jagd nach Hirschen am Samstag auf eine Grizzly-Bärin mit Kindern. Kaum hatte er sie am Ende einer Wiese erblickt, habe die Bärin sich umgedreht und ihn sofort angegriffen, erzählt er. Er habe sein Abwehr-Spray herausgeholt und komplett versprüht. Doch das stoppte die Bärin nicht. „Ihr Schwung trug sie durch den orangen Nebel des Sprays, und sie prallte auf mich“, beschreibt er den Angriff.

Orr sackte auf den Boden, die Bärin biss in seine Arme und Schultern. „Jeder Biss war wie ein Schlag mit einem Vorschlaghammer, der Zähne hat.“ Orr habe sich auf dem Boden zusammengerollt und mit Händen und Armen seinen Nacken geschützt. Immer wieder habe die Bärin zugebissen. Doch irgendwann ließ sie von ihm ab.

Die Bärin griff ein zweites Mal an

Der 50-Jährige sei wieder zu seinem Wagen zurückgewankt. Etwa fünf oder zehn Minuten später habe ihn die Bärin erneut angegriffen. Sie sei ihm auf dem Weg gefolgt, so Orr. Wieder habe er seinen Nacken versucht, gegen die Bisse zu schützen. Die Zähne haben ihn am ganzen Körper, auch am Kopf, getroffen. „Ich habe gedacht, das wäre das Ende.“

Todd Orr stellte sich tot, blieb völlig bewegungslos. Das könnte ihm das Leben gerettet haben. Der Grizzly habe sekundenlang über ihm verweilt, ihn noch einmal gebissen und abgewartet. Dann sei er verschwunden. Orr lief zurück zu seinem Wagen und fuhr noch selbst die 27 Kilometer bis zum Madison-Valley-Krankenhaus. „Nicht der beste Tag, aber ich bin am Leben“, sagt er in seinem Video.

Polizist Roger Thompson hält es für außergewöhnlich, zweimal vom gleichen Bären angegriffen zu werden. „Das ist, wie zweimal am gleichen Tag vom Blitz getroffen zu werden.“ Ansonsten habe der Jäger aber genau richtig reagiert: „Sie schien das Interesse zu verlieren, weil er sich tot stellte. Dann ging sie einfach weg. Ein solcher Angriff kann passieren, wenn Bären Angst um ihre Jungen haben“, sagt Thompson.

Ein Sprecher der Naturschutzbehörde erzählt im „Guardian“, dass dies bereits die fünfte Attacke von Bären auf Menschen in diesem Herbst im südwestlichen Montana gewesen sei.

Donnerstag, 27. April 2017

Pärchen sitzt 47 Tage in Bergen Nepals fest

Für zwei Touristen aus Taiwan endet eine Wandertour in den Bergen Nepals in einer Katastrophe: Über einen Monat sitzen sie an einem Felsabhang fest. Als Retter das Paar endlich entdecken, können sie für die 19-jährige Frau nichts mehr tun. Sie ist verhungert.

Eine Wanderung in den Bergen von Nepal ist für ein Pärchen aus Taiwan zum siebenwöchigen Horrortrip geworden. Rettungskräfte spürten den vermissten 21-jährigen Touristen am Fuß eines Felsabhangs auf, seine 19-jährige Freundin war drei Tage zuvor gestorben. "Sie saßen 47 Tage lang fest, als wir sie erreichten", sagte Madhav Basnyat vom Bergungsteam in Kathmandu. Der Wanderer hatte 30 Kilo abgenommen, sein rechtes Bein war von Maden befallen.

Liang Sheng Yueh und seine Freundin Liu Chen Chun hatten sich nach Darstellung der Retter beim Wandern verirrt und waren dann einen steilen Felsabhang hinuntergeklettert, weil sie so ein Dorf im Tal zu erreichen hofften. Allerdings schnitt eine Schlucht mit einem Wasserfall ihnen den Weg ab. Umkehren konnten sie nicht, weil es ihnen nicht gelang, den steilen Felsabhang wieder hinaufzuklettern. Mehr als einen Monat lang saßen sie an Ort und Stelle fest.

"Es hat uns überrascht, ihn überhaupt noch lebend gefunden zu haben", berichtete der Rettungshelfer Basnyat. "Er hat geschlafen, als wir eintrafen." Zunächst hatten sich die Wanderer von Kartoffeln und Nudeln ernährt. Nachdem die Vorräte aufgebraucht waren, konnten sie nur noch Wasser trinken. Die 19-jährige Liu überlebte die Tortur nicht.

Mittwoch, 1. März 2017

Outdoormesser-spezialevent mit Schmiedeglut und woodtrekker!!

In Grebenhain (Vogelsberg) bauen Sie unter fachkundiger Anleitung Ihr eigenes Messer aus Carbonstahl. In einer kleinen Gruppe von 8 Teilnehmern lernen Sie worauf es beim Messermachen wirklich ankommt. Die Klingenform können Sie weitestgehend frei wählen und das Messer nach Ihren eigenen Wünschen gestalten. Unsere gut ausgebildeten Kursleiter stehen Ihnen dabei natürlich mit Rat und Tat zur Seite.


Tag 1 : Der Kurs beginnt um 9:00 Uhr in der MesserschmiedeNach einer kurzen Sicherheitseinweisung entwerfen wir zusammen Ihr Wunschmesser. Ziel ist es ein individuelles Outdoormesser mit einer Klingenlänge von bis zu 12cm herzustellen. Wir helfen Ihnen auf Wunsch beim perfekten Messerdesign!Danach geht es auch schon los! Mit Flex, Feile und Bandschleifer arbeiten wir die fertige Klingenform aus einem Flachstahl heraus. Als nächstes geht es  mit dem Klingenschliff weiter. Wenn die Messerklinge fertig geformt ist, lernen Sie das verzugfreie Härten und Anlassen

Wenn die Klinge fertig ist, dann gestalten wir zusammen Ihren Messergriff und Sie können auch hier die Form und Größe an Ihre Wünsche anpassen. Der Messergriff wird natürlich perfekt auf Ihre Hand ausgerichtet. Alternativ zu einem Holzgriff ist auch eine Griffwicklung aus Paracord möglich.

Neben kostenfreien Materialien wie Nussbaum, Kirsche, Mahagoni, usw. steht Ihnen gegen Aufpreis auch eine RIESIGE Auswahl an exklusiven Griffmaterialien zur Verfügung. Für ein herausragendes Meisterwerk können tropisches Hartholz, Maserholz, Edelholz, stabilisiertes Holz, fossiles Mammutelfenbein, Zähne und Knochen, uvm. gegen Aufpreis vor Ort erworben werden.
Bei der anschließenden Gestaltung Ihres Messergriffs werden die Griffstücke ohne Spalt mit der Klinge vereint. Am Ende schärfen wir Ihr Messer auf Rasierschärfe.

Tag 2: Outdoor Erlebnis mit Sebastian Altmann (Woodtrekker)
Am zweiten Tag wird das hergestellte Messer auf Herz und Nieren geprüft. Treffpunkt ist um 9:00 Uhr in der Messerschmiede. Mit einem erfahrenen Bushcrafter (Sebastian Altmann) lernen Sie in der Umgebung viele nützliche Techniken mit dem Messer um in einer Survival Situation zu überleben. Hierzu gehören unter anderem folgende Tätigkeiten:

- Feuer machen ohne Streichhölzer
- Zunder Herstellung
- Das Messer als Allround-Werkzeug im Wald
- Richtiges Batoning (Feuerholz vorbereiten)
- Feathersticks
- Feuerbohren
- Bau von Fallen
- Erstellen einer Zange
- Erstellen eines Spatels
- Becher bau
- Kienspanhalter

Bitte mitbringen:

- Arbeitskleidung aus Baumwolle (Jeans, Pullover, Jacke)
- Feste Lederschuhe (möglichst Stiefel)
- Warme Kleidung für den Tag draussen

Im Preis enthalten
- 1 selbstgemachtes Outdoor Messer
    max. 12cm Klingenlänge + Griff / max. Klingenhöhe 4,0cm
 
- normales Griffholz
- Verbrauchsmaterial
- Mittagessen
- Anleitung durch unsere Kursleiter
- Probestücke (sofern diese hergestellt wurden)
- 1 Tag Bushcraften mit Sebastian Altmann
- Feuerparty als V.I.P. Gast incl. Essen & Getränke

Mittwoch, 15. Februar 2017

Cereisen - Die wirkliche Bezeichnung für Feuerstähle

Auermetall, manchmal auch Cereisen genannt, ist der Name für verschiedene pyrophore Cer-Eisen-Legierungen. Sie wurden erstmals von Carl Auer von Welsbach hergestellt und im Jahr 1903 unter der Nummer DE 154807[1] zum Patent angemeldet. In der Patentschrift werden 70 % Cer zu 30 % Eisen als optimales Verhältnis angegeben.[2]

Auermetall I ist eine Legierung aus (gereinigtem) Cer und Eisen, aus der man leicht Funken schaben kann.

Auermetall II ist eine um das Element Lanthan bereicherte Cer-Eisen-Legierung, die einen besonders hellen Funken bildet.

Auermetall III entsteht durch Legieren von Eisen mit ungereinigtem „Cer“, das dem natürlichen Vorkommen entsprechend noch von anderen Seltenerdmetallen begleitet (vermengt) ist. Es wurde daher auch Erdmetall genannt und später in Auermetall III umbenannt.

Carl Auer von Welsbach wollte mit allen drei Varianten wirtschaftlichen Gewinn erzielen. Die beiden ersten konnten sich am Markt jedoch nicht durchsetzen, nur das einfacher herzustellende kostengünstigere Auermetall III fand weltweite Verbreitung als Zündstein in der Feuerzeugindustrie.

Früher wurde Feuer durch Funkenschlagen aus geeigneten Metallen (Eisenlegierungen, Markasit) mittels sprödem Feuerstein erzeugt. Wohl in Bezug darauf – nur den Zweck im Auge – wurde für die duktile Metalllegierung Cereisen der Begriff Zündstein eingeführt. Die entstehenden Funken werden durch das Spanen (das Abhobeln dünner Metallspäne) erzeugt, die durch die beim Spanen entstehende Reibungshitze so heiß werden, dass sie sich an der Luft entzünden und weißglühend verbrennen. Das Zündrädchen von Feuerzeugen – in Gasanzündern kann es auch ein Stäbchen sein – trägt hierfür feine Zähne aus gehärtetem Stahl, wie eine Feile, die von dem metallischen Zündstein die charakteristischen sofort aufglühenden Späne abtragen.

Dienstag, 14. Februar 2017

Mann überlebt 96 Stunden in der Wüste

Mann überlebt 96 Stunden in der Wüste
Erst ein drei Meter tiefer Sturz, dann vier Tage Durst und Schmerzen: Ein Kletterer hat trotz eines Beinbruchs in der Wüste des US-Bundesstaats Utah rund 96 Stunden überlebt. Zu seinem Trip hatte ihn ein Hollywood-Film inspiriert - in dem der Hauptfigur ähnliches widerfährt.
Salt Lake City - Die Geschichte klingt nach einem Film-Drehbuch. Vier Tage harrte ein 64-jähriger Wanderer in der Wüste im US-Staats Utah aus - bis ihn Rettung aus der Luft erreichte. Zuvor hatte er sich bei einem Sturz aus drei Metern Höhe das Bein gebrochen.
Die ursprüngliche Idee zu der Reise, die zum Horror-Trip wurde, hatte Amos Wayne Richards aus dem Action-Film "127 Hours": Darin steckt ein Kletterer tagelang in einem Canyon fest. Frei kommt er erst, als er sich selbst den Arm abtrennt.
Der Film, für den Hauptdarsteller James Franco eine Oscar-Nominierung kassierte, spielt im Canyonlands Nationalpark - genau dorthin zog es am 8. September auch Kletter-Fan Richards. Er wollte die Route des Films nachgehen. Doch Richards stürzte ab und verletzte sich schwer. Ein Problem: Er hatte sich die Schulter ausgekugelt und das Bein gebrochen. Ein noch größeres Problem: Niemand wusste von Richards' Trip, weder Familie noch Park-Leitung. Und in der abgelegenen Gegend funktionierte das Mobiltelefon nicht.
Auf Rettung konnte er also nicht hoffen, also blieb nur die radikale Selbsthilfe. "Es dauerte drei oder vier Minuten, bis ich die Schulter wieder eingerenkt hatte", berichtete Richards dem Sender WBTV in seinem Heimatstaat North Carolina. "Als das erledigt war, bin ich aufgestanden und merkte, dass mein Knöchel weh tut."
Richards handelte fahrlässig - und überlebte nur mit Glück
Die Schmerzen waren zu stark um das Bein zu belasten, also machte er sich auf allen Vieren auf den Weg. Zwei Energieriegel waren Richards einzige Nahrungsquelle, immer wieder sammelte er Regenwasser in seiner Trinkflasche.
Meter für Meter robbte Richards voran, dabei orientierte er sich an den Fußspuren seines Hinwegs. "Mein GPS-System hat mir zusätzlich bei der Orientierung geholfen", erinnert er sich.
Einen Tag nach dem Unglück entdeckten Mitarbeiter der Parkleitung das verlassene Lager, zwei Tage später wurde auch sein Auto gefunden. Erst einen weiteren Tag später, dem vierten seit Richards Absturz, konnte ihn ein Rettungshubschrauber orten. Richards hatte den Bergungstrupp mit dem Blitz seiner Kamera auf sich aufmerksam gemacht.
"Wir führen öfter Rettungsaktionen durch. Aber normalerweise wissen wir, wen und wo wir suchen müssen", sagte Denny Ziemann, Ranger im Canyonlands-Nationalpark. Richards, der wegen des Beinbruchs und Dehydrierung im Krankenhaus behandelt werden musste, habe sich extrem fahrlässig verhalten. Niemals dürfe man sich allein in derart gefährliches Terrain begeben.
Zudem seien immer die Park-Offiziellen vorab zu informieren. Dass Richards die Aktion überlebt habe, sei pures Glück gewesen, so Ziemann weiter.
Richards erholt sich derzeit in North Carolina von den Strapazen. Die Verletzungen würden ihn vorerst von ähnlich riskanten Trips abhalten, so der 64-Jährige. Aber immerhin hat er eine filmreife Geschichte zu erzählen.

Montag, 30. Januar 2017

Erfroren auf kurzer Distanz

34-Jährige erfriert bei Spaziergang
Ein ziemlich rätselhafter Fall hat die Polizei in Hattorf am Wochenende beschäftigt: Am Sonnabendmorgen entdeckte eine Autofahrerin die Leiche einer Frau an einem verschneiten Radweg. Bei der Toten handelt es sich nach Angaben der Ermittler um eine 34-Jährige, die am Freitagnachmittag gegen 15.30 Uhr in Gieboldehausen zu einem Spaziergang aufgebrochen war. Da sie am Abend noch nicht nach Hause zurückgekehrt war, hatte ihr Vater am nächsten Morgen eine Vermisstenanzeige gestellt. Kurz darauf war die Leiche entdeckt worden.

Hubschrauber im Einsatz
Zunächst konnten die Ermittler ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen und untersuchten den Fundort mit kriminaltechnischen Mitteln. Ein Hubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Eine Obduktion habe dann aber ergeben, dass es keinerlei Hinweise auf Gewalteinwirkung gibt. Die 34-Jährige sei bei den eisigen Temperaturen an Unterkühlung gestorben. "In der Nacht waren bis zu minus zehn Grad", sagte ein Polizeisprecher NDR.de.

Anderweitige Verletzungen, etwa ein verstauchter Knöchel oder eine Knieverletzung, seien nicht entdeckt worden. Die Entfernung zwischen der Wohnung der Toten und dem Fundort ihrer Leiche beträgt nach Polizeiangaben etwa sechs Kilometer Luftlinie.

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Aktuell | 29.01.2017 | 16:00 Uhr