Montag, 30. Januar 2017

Erfroren auf kurzer Distanz

34-Jährige erfriert bei Spaziergang
Ein ziemlich rätselhafter Fall hat die Polizei in Hattorf am Wochenende beschäftigt: Am Sonnabendmorgen entdeckte eine Autofahrerin die Leiche einer Frau an einem verschneiten Radweg. Bei der Toten handelt es sich nach Angaben der Ermittler um eine 34-Jährige, die am Freitagnachmittag gegen 15.30 Uhr in Gieboldehausen zu einem Spaziergang aufgebrochen war. Da sie am Abend noch nicht nach Hause zurückgekehrt war, hatte ihr Vater am nächsten Morgen eine Vermisstenanzeige gestellt. Kurz darauf war die Leiche entdeckt worden.

Hubschrauber im Einsatz
Zunächst konnten die Ermittler ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen und untersuchten den Fundort mit kriminaltechnischen Mitteln. Ein Hubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Eine Obduktion habe dann aber ergeben, dass es keinerlei Hinweise auf Gewalteinwirkung gibt. Die 34-Jährige sei bei den eisigen Temperaturen an Unterkühlung gestorben. "In der Nacht waren bis zu minus zehn Grad", sagte ein Polizeisprecher NDR.de.

Anderweitige Verletzungen, etwa ein verstauchter Knöchel oder eine Knieverletzung, seien nicht entdeckt worden. Die Entfernung zwischen der Wohnung der Toten und dem Fundort ihrer Leiche beträgt nach Polizeiangaben etwa sechs Kilometer Luftlinie.

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Aktuell | 29.01.2017 | 16:00 Uhr